Häufige Fragen zum Mtsegeln

Bordkasse:

Anfallende Kosten während des Törns tragen die Teilnehmer/innen gemeinsam (Bordkasse). Das sind: Lebensmittel für die Verpflegung an Bord, Liegebühren in Häfen (zwischen 5 und 60 €/Tag, Ankern in Buchten ist kostenfrei), Diesel für die Yacht (ca. 50-70 €/Woche). Zu diesem Zweck wird zu Beginn des Törns eine Bordkasse eingerichtet, aus der all diese Kosten bestritten werden. In die Bordkasse zahlt jede/r Teilnehmer/in den gleichen Betrag ein (ca. 75-100 €/Woche). Der Skipper wird an Bord aus der Bordkasse mitverpflegt, in die er (wie allgemein üblich) nicht einzahlt. Die Mahlzeiten an Land in Tavernen zahlt jeder selbst, auch der Skipper. Für gewöhnlich gehen wir 3-4 mal pro Woche abends zum Essen. In Griechenland muss man dafür ca. 10-16 €/pro Person und Essen inkl. 1 Getränk rechnen.

Bewegungsmangel an Bord?

Wir laufen jeden Tag ein anderes Ziel an, welches uns dann zu Landausflügen einlädt oder zum gemütlichen Sitzen in einer Taverne. Neben dem Schwimmen, Schnorcheln und Wandern ist somit für Ausgleich zu der räumlichen Enge auf dem Schiff gesorgt.

Wer macht die Törnplanung?

Die Törnplanung ergibt sich im Groben aus unserem Ziel am Ende der Woche. Die in den Törnbeschreibungen veröffentlichte Route ist auf den zu erwartenden Wind, das Wetter und die Welle abgestimmt. Ändern sich die Verhältnisse tagsüber, kann auch das Tagesziel kurzfristig zu Gunsten der Sicherheit geändert werden. Es gibt also keinen verbindlichen "Fahrplan" mit garantierten Häfen oder Buchten. Sicher ist nur, wann und wo wir lossegeln, und dass wir am geplanten Termin im genannten Zielhafen kommen. Was dazwischen liegt, ist variabel und richtet sich nach den Gegebenheiten.

Süßwasser

Für den normalen Süßwasserbedarf (Zähneputzen, Waschen, Abspülen) haben wir 900 Liter Wasser an Bord, aber mit 6-8 Personen wird schnell klar, dass auch ein größerer Tank nicht lange vorhält - daher ist sparsamer Umgang mit Wasser wichtig! In Griechenland sind manche Inseln zumindest in den Sommermonaten völlig ohne eigene Wasservorkommen. Auch das Wasser, das die Einheimischen benötigen, wird dann per Tankschiff angeliefert. Daher ist das Befüllen des Wassertanks auch relativ teuer, sofern es überhaupt möglich ist! Man muss deswegen nicht verzweifelt jeden Wasserverbrauch an Bord vermeiden, aber man kann durchaus etwas "bewusst" mit den doch begrenzten Ressourcen umgehen, z. B. das Wasser beim Zähneputzen nicht laufen lassen, beim Duschen sparsam zu sein, beim Abspülen nur die benötigte Menge Wasser ins Waschbecken zu füllen, statt unter fließendem Wasser abzuspülen, usw.

Bordschuhe

Landschuhe sollten vor Betreten des Schiffes ausgezogen werden, da immer kleinste Steinchen und Sand oder anderer Dreck daran hängen, die sich dann über das ganze Schiff verteilen und am Schluss den Weg bis in die Koje finden. Man kann barfuß segeln oder Bordschuhe tragen. Empfehlenswert sind Schuhe mit weißen Sohlen und ohne grobes Profil.

Koffer und Taschen

Bitte keinesfalls mit Koffern anreisen! Wir können diese an Bord nirgends stauen, und es ist deswegen notwendig, faltbare Taschen oder Seesäcke zu verwenden, die man nach dem Auspacken klein zusammenfalten kann.

Seekrankheit - kann man etwas dagegen tun?

Es gibt einige Mittel gegen Seekrankheit, die bei jedem mehr oder weniger gut ansprechen, man muss sie einfach ausprobieren, wenn es soweit ist.

Wie sieht es mit den Flüchtlingen aus dem Nahen Osten in Griechenland aus?

Seitdem das Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei in Kraft getreten ist, werden in Griechenland ankommede illegale Einwanderer wieder in die Türkei zurückgeschickt. Das hat sich inzwischen natürlich unter den Flüchtenden herumgesprochen. Daher versuchen zur Zeit nur noch wenige, mit Schlauchbooten von der Türkei nach Griechenland zu gelangen.

Abgesehen davon muss man sagen, dass das Thema von deutschen Medien völlig zu Unrecht ziemlich hochgekocht wurde. Ja, es gab im Jahr 2015 Situationen und lokal begrenzte Stellen, an denen die griechische Bevölkerung zeitweise überfordert war. Die Bilder kommen ja nicht von ungefähr. Aber daraus zu schließen, dass für immer und ewig Flüchtlinge am Strand von Kos-Stadt campen und deshalb hierzulande Hysterie zu verbreiten, ist einfach unglaublicher Humbug. Schließlich ist das Thema illegaler Einwanderung per Schlauchboot von der Türkei aus schon seit ca. 10 Jahren ein Dauerthema in Griechenland. Nur hat sich bis dato in Deutschland niemand dafür interessiert. Zum einen, weil es nicht so viele in so kurzer Zeit waren. Zum anderen, weil es keine Medien gab, die zum Beispiel die Papphütten-Slums am Hafen von Patras fotografiert haben, von denen aus die Menschen versucht haben, illegal weiter auf die Fähren nach Italien zu gelagen. Von der Küstenwache aufgebrachte Schlauchboote in den Häfen fallen uns jedenfalls schon sehr lange auf. Inzwischen hat sich allerdings nicht zuletzt mit Unterstützung der EU vieles zum Besseren getan.

Aus unserer Erfahrung lässt sich folgendes festhalten: