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Der Anker
Ein Anker gehört zur Grundausstattung jeder Segelyacht. Es gibt ihn in vielen verschiedenen Ausführungen und noch mehr
Gewichtsklassen.
Er fehlt auf keinem Boot und liegt doch oft nur nutzlos in der Kiste - die Rede ist vom Anker. Kaum ein Zubehörteil ist so weit
verbreitet und wird gleichzeitig so vernachlässigt wie die maritime Handbremse.
Dabei gehört der Anker zur Sicherheitsausrüstung jedes Bootes, ebenso wie Schwimmwesten und Verbandszeug. Häufig wird nach der teuren
Anschaffung eines Bootes leider beim Anker gespart. Auch aus Platzgründen wird oft ein falscher oder zu kleiner Anker gewählt. Doch wer schon einmal einen Sturm ankernd abgewettert hat, kennt den Wert
eines passenden Ankers mit entsprechendem Ankergeschirr. Der Einsatz des Ankers ist je nach Revier (und Crew) unterschiedlich: mal findet er nur selten Verwendung, mal ist man gleich jeden Tag auf
ihn angewiesen. Grund genug also für jeden Yachteigner, sich mit dem Thema auseinander zu setzen.
Kommen wir zur Auswahl. Um die Auswahl zu vereinfachen, stellen wir hier die bekanntesten Anker-Typen mit Vor- und Nachteilen vor.
Zuerst zum richtigen Gewicht.
Ankergewicht:
In der nachfolgenden Tabelle finden Sie das zur Schiffsgröße passende Ankergewicht. Bei Schiffen mit großen Aufbauten (z.B.
Motorbooten) sollte man aus Sicherheitsgründen lieber das nächst größere Modell wählen. Bei starken Böen ist der zusätzliche Winddruck durch den Aufbau nicht zu unterschätzen.
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Schwere Wahl Das notwendige Ankergewicht hängt von diversen Faktoren wie der Bootsgröße,
Kajütaufbauten, dem Ankertyp und den Windverhältnissen im jeweiligen Revier ab. Aus diesem Grund kann man das richtige Gewicht nur annäherungsweise bestimmen.
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Bootsgewicht in kg
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Ankergewicht in kg
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150
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2,5
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200
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3,0
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300
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3,5
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400
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4,5
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500
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5,0
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600
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5,5
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750
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6,5
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1 000
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7,5
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1 500
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8,5
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2 000
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9,5
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3 000
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11,0
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4 000
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12,0
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5 000
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13,0
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6 000
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14,0
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8 000
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16,0
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10 000
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18,0
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12 000
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20,0
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15 000
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25,0
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20 000
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30,0
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Übersicht: Anker mit Vor- und Nachteilen auf den unterschiedlichen Ankergründen
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Anker
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Name
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Sand
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Geröll
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Schlick
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Seegras
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Handhabung
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Stockanker
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schlecht
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schlecht
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schlecht
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gut
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schwierig am Bug zu fahren, Klemmgefahr
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Danfort, Plattenanker
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gut
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mittel
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gut
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schlecht
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mäßig staubar an Bugwippe, Klemmgefahr
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Bruce
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gut
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mittel
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gut
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schlecht
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gut staubar an Bugwippe
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CQR
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sehr gut
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sehr gut
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sehr gut
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schlecht
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gut staubar an Bugwippe Klemmgefahr
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Bügel
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sehr gut
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gut
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sehr gut
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gut
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gut staubar an Bugwippe
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Delta
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sehr gut
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sehr gut
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sehr gut
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gut
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gut staubar an Bugwippe
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Kobra
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sehr gut
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sehr gut
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sehr gut
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gut
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gut staubar an Bugwippe
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Ankergeschirr: Kette oder Trosse?
Vorteile Kette:
- die Kette sorgt durch ihr Gewicht für einen flacheren Zugwinkel - besseres Eingraben des Ankers durch den flacheren Winkel -
der Schwojkreis des Bootes ist durch das Gewicht und der kürzeren gesteckten Ankerkette kleiner als bei Ankertrossen - beim Schaben der Kette am Grund besteht nicht wie bei einer Trosse die Gefahr des
Schamfielens - eine Kette verfügt über eine höhere Bruchlast als eine Trosse und lässt sich mit einer Ankerwinsch gut über die Nuss führen
Vorteile Leine:
- ruckartige Bewegungen des Bootes werden durch den Reck der Trosse gedämpft
- sie kann aus der Hand gesteckt werden und bei Bedarf verlängert werden - sie ist einfacher zu Stauen und bringt kein zusätzliches Gewicht an Bord
Fazit: Kleine Boote werden eher zur Ankerleine greifen, große zur Ankerkette. Verwendet man eine Ankerleine, sollte man mit
einem Kettenvorlauf arbeiten, um den Zugwinkel zu verbessern und das Schamfielen zu vermeiden.
Tipp:
Bei mittleren bis großen Schiffen hat sich eine 50m lange Kette bewährt, die mit einem Wirbelschäkel am Anker befestigt ist und über eine Ankerwinsch gefahren wird. Der Zweitanker für vorne, der leichter als der Hauptanker ist, bekommt eine Ankertrosse mit Kettenvorlauf. Für achtern eignet sich ein leichter Plattenanker aus Alu mit Bleileine oder Gurtband, des auch in einer festen Rolle am Heck gefahren werden kann.
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Ankerzubehör:
 Wirbelschäkel als Bindeglied zwischen Anker und Kette Zu beachten ist die Bruchlast des Schäkels, sie sollte nicht unter der der Kette liegen.
Gurtband - die praktische Alternative für den Heckanker
Lässt sich problemlos am Heckkorb montieren und ist sofort einsatzbereit
Bleileine - der Kompromiss zwischen Leine und Kette
In die Leine ist Blei mit eingeflochten um das Gewicht der Ankertrosse zu erhöhen. Findet gerne auf kleineren Schiffen Verwendung.
Edelstahlketten sind leider 2-3mal so teuer wie eine verzinkte Kette, aber wer viel
ankert, wird an verzinkten Ketten nicht lange Freude haben. Denn das Zink schleift sich im Lauf der Zeit am Ankergrund ab und die Kette fängt an zu
rosten. Probleme mit der Nuss der Ankerwinsch, sowie Rostspuren an Deck und Rumpf sind die Folge. Außerdem hat eine Edelstahlkette eine höhere Bruchlast bei
gleicher Stärke und bildet im Ankerkasten keine Häufchen, was das Stauen erleichtert.
Kettenmarkierungen erleichtern den Überblick darüber, wieviel Kette bereits im Wasser
ist. Es gibt sie für unterschiedliche Kettenstärken fertig zu kaufen; sie werden einfach alle 10m in die Zwischenräume der Kettenglieder eingeklickt. Ersatzweise kann man auch verschiedenfarbige
Kabelbinder verwenden (die jedoch alle paar Jahre durchgescheuert sind und deshalb erneuert werden müssen)
Teufelskralle Sie wird nach abgeschlossenem Ankermanöver in die Kette eingehängt
und auf einer der Bugklampen belegt. Danach wird der Kette ca. 1m Lose gegeben. Damit entlastet man die Ankerwinsch vom ständigen Zug. Zudem wird bei einfallenden Böen der Ruck von Kette und Schiff
genommen, weil sich die Leine der eingebundenen Teufelskralle dehnt.
Ankertechnik:
Bevor man den Anker fallen lässt, sollte man den ausgewählten Liegeplatz vorsichtig
bei langsamer Fahrt mit dem Echolot ausloten und dabei den späteren Schwojkreis berücksichtigen.  Wenn der optimale Ankerplatz gefunden ist, stoppt man das Schiff mit dem Bug im Wind auf. Erst wenn das Schiff keine Fahrt voraus mehr macht, lässt man den Anker fallen und nimmt
gleichzeitig Fahrt rückwärts auf. Während der Fahrt rückwärts fiert man beständig die Kette/Leine. Sinnvoll ist es, die Kette/Leine mit etwas Zug zu fieren, damit sich der Anker von
Anfang an ausrichten und eingraben kann. Nachdem man mindestens das Dreifache der Wassertiefe an Kette gesteckt hat (bei Leine das Fünffache), bringt man die Kette langsam
auf Zug und erhöht die Drehzahl des Motors zur Kontrolle, ob der Anker hält auf etwa 2000 U/min. Dabei ist es wichtig, sich einen festen Bezugspunkt an Land zu suchen und ständig zu peilen, um zu beobachten, ob das
Schiff auswandert. Anschließend steckt man, wenn genügend Schwojkreis zur Verfügung seht noch etwas Kette und schaltet den Motor aus. Um Ankerwinsch und Kette vor ruckartigen Belastungen zu schonen, kann man noch
eine Leine mit Teufelkralle anbringen (siehe oben). Ersatzweise tut es auch ein Festmacher, der mit einem Stopperstek um die Kette geknotet und auf einer der Bugklampen belegt wird.
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